Lüscher-Color-Diagnostik

Lüscher-Color-Diagnostik

Diese Methode ermöglicht in kurzer Zeit eine differenzierte Analyse der Haltungen, Motivationen und Blockaden in verschiedenen emotionalen Bereichen.

Prof. Dr. Max Lüscher, der Begründer der Color-Diagnostik, war schon vor seiner Studien¬zeit von der Psychologie begeistert. Damals, in den 1940er Jahren, war der Tintenklecks-Test von Rorschach das modernste Verfahren zur „Vermessung“ der mensch¬lichen Psyche. Als so genanntes projektives Ver¬fahren lässt dieser jedoch einen viel zu großen Spielraum für Interpretationen und willkürliche Deutungen.
Max Lüscher erkannte sehr bald, dass die Psycho¬logie dringend eine objektive Methode benötigte, um Persönlichkeitsmerkmale und emotionale Zustände präzise untersuchen zu können. Über die systema¬tische Kategori¬sierung psychischer und emotionaler Grund¬zustände gelangte er schließlich zur Farbe als psychologisches Untersuchungsmittel.

Wie funktioniert es?

Farben werden – wie warm und kalt, wie leicht und schwer – als Sinnes-Empfindung physiologisch und unmittelbar wahrgenommen. Die Wahrnehmung der Farben ist daher eine für alle normalsichtigen Menschen universell gültige Sinnes-Empfindung. Sie ist unabhängig von subjektiven oder von kulturellen Erfahrungen. Sie ist auch unabhängig vom Alter und Geschlecht. Die Wahrnehmung der Farben werden im limbischen System des Zwischenhirns registriert z. B. Orangerot als anregend, hingegen Dunkelblau als beruhigend.

Weil die Farbe physiologisch wahrgenommen und nicht projiziert oder gedeutet wird, ist der Lüscher-Color-Test kein „projektiver“, sondern ein objektiver und reproduzierbarer Test.
Warum eine bestimmte Farbe, z. B. ein helles Blau besser gefällt als ein dunkles Blau, ist nicht bewusst. Der Grund für die Sympathie besteht in der Übereinstimmung zwischen der Sinnesempfindung, welche die Farbe vermittelt, und dem emotionalen Zustand des Betrachters. Die Wahl macht den emotionalen Zustand und damit die Bedürfnisse, die Motivationen, die Frustrationen, die Ängste, die Kompensationen und die Haltung in den unter¬schiedlichen Lebensbereichen sicht- und ver¬stehbar. Der Lüscher-Color-Test zeigt den Menschen so, wie er wirklich ist, und nicht – wie bei der direkten Befragung oder bei Fragebögen – wie er sich selbst bewertet oder wie er von anderen gerne gesehen werden möchte. Der Test wird gerne auch als «Röntgenbild der Psyche» bezeichnet.

Sie finden eine detaillierte Erläuterung der Methode unter luscher-color.com.

Wie geht der Test?

Wir zeigen Ihnen verschiedene Farbtafeln und stellen dazu einige Fragen. Nach der Testaufnahme erfolgt die ausführliche Auswertung, deren Ergebnis in einer Folgekonsultation eingehend besprochen wird.

Dabei erhalten Sie von uns eine mehrseitige Doku¬mentation mit Ihrer individuellen Beurteilung. Diese gibt Hinweise auf eine mögliche seelische Ursache Ihrer Beschwerden (Psycho¬somatik) und erlaubt dem Behandler, Ihre damit verknüpften Gefühle und Ihre Motivation besser zu verstehen.

Das Testergebnis beschreibt detailliert vorhandene Verschiebungen des inneren Gleichgewichts und gibt konkrete Hinweise auf blockierende Glaubenssätze, sinnvolle Verhaltensänderungen und weiterführende Therapieoptionen wie z.B. homöopathische Mittel.

Wann empfehlen wir ihn?

Immer dann, wenn die übliche Diagnostik keine eindeutigen Ergebnisse liefert, ist es wahrscheinlich, dass eine funktionelle Störung vorliegt. Die Lüscher-Color-Diagnostik deckt funktionelle Störungen und Stress-Belastungen bereits in ihrem Anfangsstadium zuverlässig auf und leistet damit einen wertvollen Beitrag im Sinne einer nachhaltigen Prävention.

Die Farb-Diagnostik liefert auch wertvolle Informa¬tionen bei Schulproblemen, sowie bei Fragen zur beruflichen Eignung und Konfliktbewältigung.

Selbstverständlich empfehlen wir die Lüscher-Color-Diagnostik bei allen chronischen Erkrankungen. Hier sind die innere Harmonie und das dynamische Wechselspiel aller Kräfte grundlegend gestört und profitieren somit am stärksten von der zielgerichteten Optimierung des Regulationssystems der Psyche, das Max Lüscher beschrieben hat. Die Kenntnis der individuellen Zusammenhänge einer Erkrankung ist die Basis einer jeden kausalen Therapie.

Bei Krebserkrankungen gehört die Lüscher-Color-Diagnostik daher zu unseren Standardanalysen.